Nachhaltigkeit und Craft Beer

Nachhaltigkeit oder Sustainability – Was ist das eigentlich? Der Versuch einer Definition für Craft Beer.

Nachhaltigkeit ist eines dieser Themen, Du kommst nicht daran vorbei. Von Konsumenten, Handel und Öffentlichkeit wird auf Nachhaltigkeit geachtet. Ja, sie wird sogar gefordert. Große Unternehmen unterhalten eigene Abteilungen, die sich ausschließlich dem Marketing unter Aspekten der Nachhaltigkeit widmen. Andere Unternehmen wiederum lassen sich in ihrer Sustainability-Kommunikation von spezialisierten PR-Agenturen beraten. Es scheint also in seiner Bedeutung in Deutschland zu wachsen. Aber was ist das eigentlich? Und ist es wichtig? Wenn ja, für wen ist es relevant?

Was macht von Freude, um Nachhaltigkeit zu leben?

Rohstoffe – Produkte aus der Natur?

Wir mögen kurze Wege. Und wir mögen den direkten Kontakt zu den Erzeugern unserer Rohstoffe. Das ist für uns Nachhaltigkeit. Nach Möglichkeit kaufen wir deshalb Hopfen aus Deutschland direkt vom Hopfenpflanzer. Inzwischen zählen wir eine ganze Reihe von Hopfenbauern zu unseren Freunden. Je nach Verfügbarkeit der Sorten kaufen mal beim einen und mal beim anderen. Darunter sind sowohl Pflanzer, die Bio-Hopfen erzeugen, als auch welche, die konventionell anbauen. Hopfen ist im übrigen sehr anfällig für diverse Krankheiten und Schädlinge. Nur wenige Sorten eignen sich für die Bio-Landwirtschaft. Insofern ist es wichtig, daß es auch konventionell arbeitende Betriebe im Bereich der Hopfen gibt. Ansonsten gäbe es manche Sorten gar nicht, und das wäre sehr schade.

Natalie von Freude mit frischen Dolden beim Einbrauen des Frischhopfenbiers Craft Beer.

Natalie mit frischen Dolden beim Einbrauen des Frischhopfenbiers.

Hopfen kaufen wir also nach Möglichkeit direkt vom Bauern. Zum einen wissen wir dann, wer den Rohstoff erzeugt hat, und wo der Hopfen gewachsen ist. Dieser Terroir-Gedanke stammt aus dem Weinbau, und mit zunehmender Professionalisierung des Craft Beers in Deutschland wird auch hierzulande die Herkunft des Hopfens eine wachsende Rolle spielen.
Wenn wir Hopfen in Deutschland kaufen, dann finden wir es wichtig, die Landwirtschaft hierzulande zu fördern. Die Logistik wird dadurch für uns nicht immer einfacher. Würden wir alle Zutaten von nur einem einzigen Großhändler kaufen, dann würde uns das sicher eine Menge Arbeit sparen. Wir müßten weniger telefonieren, weniger Emails schreiben, nur eine Rechnung begleichen und könnten die Bestellung in einer Lieferung entgegennehmen. Aber wollen wir das? Nein, wir lieben es, als Manufaktur Rohstoffe direkt vom Erzeuger zu beziehen und so ein Stück mehr Ursprünglichkeit in der Wirtschaft zu spüren.

Aber was machen wir bei Hopfen, die nicht aus Deutschland kommen?

Oft werden wir gefragt, wieso wir Hopfen aus aller Welt verwenden. Schließlich sei Deutschland einer der größten Produzenten von Hopfen weltweit. Die Frage liegt nahe. Denn es stimmt, die deutsche Landwirtschaft erzeugt Produkte von herausragender Qualität.
In den letzten Jahrzehnten hat sich bei der Züchtung neuer Sorten allerdings weltweit einiges getan. Die Artenvielfalt bei den Hopfen ist stark gewachsen. Viele spannende Sorten mit großartigen geschmacklichen Eigenschaften wurden entwickelt. Nicht alle davon in Deutschland. Und das ist der Grund, wieso wir weltweit Hopfen einkaufen. Traditionell werden Hopfen in der Region angebaut, in deren Biere sie stilistisch hineinpassen. Die Geschichte der Hopfenzucht ist also eine Geschichte der Bierkultur. In vielen Ländern rund um den Globus hat der Trend zu Craft Beer auch die Natur der Hopfenzucht verändert. Neue Sorten wurden von Organisationen gezielt entwickelt. Oder durch zufällige Bestäubung in der Natur entstanden neue Sorten. All diese Vielfalt und Hopfen-Charakteristik möchten wir für unsere Biere nutzen. Deshalb kaufen wir Hopfen z.B. aus Australien oder den USA über Händler und Importeure. Diese Firmen erleichtern uns die Formalitäten und die Logistik, indem sie uns die Einfuhr und Dokumentation abnehmen. Darüber hinaus bieten Händler eine Auswahl an unterschiedlichen Hopfen sowie eine Liefer-Sicherheit wenn zum Beispiel die Ernte eines Hopfenpflanzers mal durch Einflüsse der Natur ausfallen sollte. Für Hopfen-Lieferungen aus dem Ausland erbitten wir Zertifikate über die Einhaltung von Standards von unseren Partnern. Das heißt, wir lassen uns nachweisen, daß bei der Erzeugung keine Gentechnik eingesetzt wurde, und daß die Landwirtschaft gemäß den ökologischen Grundsätzen der geltenden Gesetze arbeitet. Das ist uns wichtig.
Wir glauben, daß wir auf diese Weise eine gesunde Balance finden. Zum einen ist es wichtig, die Zukunft der Welt nicht zu gefährden. Auf den Fortbestand einer gesunden Umwelt sind wir alle angewiesen. Auf der anderen Seite hüten wir uns, Kritik an Dingen zu üben, die wir selbst gerne nutzen und nicht missen möchten. Deshalb versuchen wir, alle unsere Tätigkeiten so zu bündeln, daß wir uns z.B. überflüssige Fahrten sparen können. Produktion und Qualitätsmanagement versuchen wir durch kurze Wege möglichst umweltgerecht zu gestalten. Das machen wir so gut es für ein kleines Unternehmen möglich ist.

Ist Bierbrauen vereinbar mit Ökologie?

Ganz gleich, mit welchen Rohstoffen gebraut wird, Bier machen ist stets ein sehr ressourcen-intensiver Prozeß. Das gilt für ein Bier aus ökologisch erzeugten Zutaten ebenso wie für ein Produkt aus konventionellen Ingredienzien. Man benötigt sehr viel Energie. Hitze wird beim Kochen benötigt. Ein Bier braucht einige Stunden Maischen und Kochen bevor es gekühlt und dann vergoren werden kann. Danach benötigt man Kälte bei der Gärung. Das Bier wird also einige Wochen auf niedrige Temperaturen gebracht, um die Entfaltung der Aromen perfekt harmonieren zu lassen.
Ein weiterer Aspekt bei der Brauerei ist der Wasserverbrauch. Wasser ist in Deutschland nicht gerade ein knappes Gut. Im Gegenteil, Wasserwerke müssen aufgrund des viel zu niedrigen Pro-Kopf-Verbrauchs regelmäßig Leitungen künstlich spülen, damit der Durchfluß auch in Zukunft gewährleistet ist. Aber das nur am Rande. Wir Bierbrauer verbrauchen eine Menge Wasser, um Reinigung und Qualitätsmanagement in der Brauerei sicherzustellen. Man rechnet auf einen Liter fertiges Bier ca. zehn Liter Wasser.
Aber kann ich nun guten Gewissens ein Bier trinken? Die Antwort ist ganz klar: Ja! Technischer Fortschritt hat die Energieeffizienz bei Brauanlagen inzwischen auf ein sehr hohes Niveau gebracht. Andere Getränke (außer Leitungswasser vielleicht) sind kaum ressourcenschonender. Und Craft Beer bleibt ein außergewöhnliches Genußprodukt. Ohne gute Biere wäre unser Leben ein ganzes Stück weniger lebenswert.
Gleiches gilt im Grunde auch in anderen Lebensbereichen. Kann ich zum Beispiel nachhaltig leben und trotzdem ein Smartphone haben? Wenn wir ehrlich sind: Nein. Die Gewinnung der Rohstoffe belastet die Umwelt. Die Produktionsbedingungen sind eine soziale Katastrophe. Das ökologische Recycling benutzter Geräte ist kaum möglich und wird selten praktiziert. Aber wer möchte schon auf die Annehmlichkeiten des modernen Lebens verzichten? Würde man in Deutschland konsequent regional und saisonal konsumieren, dann würde das bedeuten: von November bis April Kartoffeln und eingemachtes Gemüse aus dem Keller essen, kein frisches Obst, keine Lebensmittel, die aufwendige Logistik oder eine moderne Verpackung erfordern. Insofern wollen wir an dieser Stelle nicht versuchen, den Fortgang der Welt zu stoppen. Das gilt für Smartphones wie für Craft Beer gleichermaßen.

Zunächst stellt sich die Frage: was fällt unter Corporate Social Responsibility?

CSR ist die übliche Abkürzung für Corporate Social Responsibility. Was genau darunter als Definition zu fassen ist, das ist eine Frage der Auslegung. Den Schwerpunkt der Verantwortung legt jeder etwas anders. Gemeinhin heißt es, Unternehmen sollen sich neben ihrem wirtschaftlichen Unternehmenszweck (der aus der Gewerbeanmeldung) auch weiteren wichtigen Themen widmen. Sie sollen ihrer Tätigkeit als Teil der Wirtschaft nachgehen und darüber hinaus auch nicht-wirtschaftlichen Nutzen stiften. Oder zumindest möglichst wenig Schaden anrichten.
Als Hauptaspekte sind dabei zu sehen: die Erhaltung der Natur und ihrer Ressourcen und die Verantwortung für Mitarbeiter und Zulieferer. Uns ist darüber hinaus vor allem die Produktqualität sehr wichtig. Schließlich sollst Du stets das perfekte Craft Beer in der Hand halten und ein Produkt trinken, das aus allerbesten Zutaten gemacht ist.

Wie stifte ich als Unternehmen Nutzen?

Darunter fallen sicher Beispiele wie die Schonung von Ressourcen und Natur, Erhaltung der Artenvielfalt, Erhaltung wirtschaftlicher Vielfalt, Recycling, Qualitätsmanagement und eine kurze oder zumindest verständliche Zutatenliste. Aber auch andere Aspekte fallen in diese Kategorie: zum Beispiel ein fairer Umgang mit Mitarbeitern, mit Zulieferern, mit Abnehmern und mit Kunden. Wenn man wie wir ein Lebensmittel herstellt, dann muß man sich Gedanken über die Folgen für Landwirtschaft, Artenvielfalt und Umwelt machen.
Für uns ist entscheidend, uns damit auseinanderzusetzen, daß wir fair, klima- und umweltfreundlich agieren wollen. So halten wir uns diese Verantwortung immer wieder vor Augen und passen an, wenn es etwas anzupassen gibt. Unsere TShirt-Mode zum Beispiel, hier im online shop, ist aus Bio-Baumwolle gefertigt. Die Herstellung der Kleidung erfolgt fair. Das heißt, die Jobs der Mitarbeiter in der Produktion sind ordentlich bezahlt. Gerade in der Mode gibt es immer wieder Kritik an der Geschichte der Herstellung. Insofern war es uns an dieser Stelle besonders wichtig, unsere Kleidung in einer nachhaltigen Form zu produzieren.

Müssen auch kleine Firmen wie wir sich eine CSR-Policy zulegen?

Wie eingangs bereits angeschnitten, die Auseinandersetzung mit dem Trend zur Nachhaltigkeits-Berichterstattung ist ein Thema, das selbst große Organisationen und Firmen an ihre Grenzen führt. Worüber soll berichtet werden, und was gilt bereits als lobenswert nachhaltig, und was ist noch die „normale“ alte Welt? Kann man die Nachhaltigkeit einer Organisation messen? Keine Frage, das Spielfeld ist weit. So nutzen große Firmen die Chance, Nachhaltigkeits-Projekte eigens durch spezialisierte Agenturen entwickeln und präsentieren zu lassen.
Unsere Definition: wir glauben fest daran, daß es gut ist, Prozesse transparent zu machen. Sich über die Schulter schauen lassen und auf Fragen eingehen. Wir mögen es, Lieferanten und Kunden einzubinden. Kurze Handelswege und eine gute Kommunikation über das, was wir machen. Daran glauben wir, daran glauben auch alle, die bei uns mit an Bord sind. Auch als Unternehmen unserer Größe ist es wichtig, sich über Fragen der Umwelt, der sozialen Verantwortung für Mitarbeiter und Partner sowie für die Qualität der Lebensmittel allergrößte Gedanken zu machen. Das tun wir, und was uns am wichtigsten ist, haben wir auf dieser Seite zusammengefaßt.

Dose oder Flasche – ist die Verpackung der Schlüssel?

Bisher füllen wir alle Biere in Flaschen. Mehrwegflaschen aus Glas. Dazu verwenden wir gemietete neutrale Mehrweg-Kästen für jeweils 24 Flaschen. Der Vorteil an geliehenen Bierkästen ist die universelle Wiederverwendung. Dadurch, daß die von uns genutzten Kästen in eines von sechs bundesweiten Sortierzentren zurücklaufen und von dort aus erneut in den Flaschenkreislauf gehen, wird das Mehrweg-System perfekt genutzt. Das bedeutet, jede Brauerei in Deutschland kann diese Flaschen wiederverwenden und ihrerseits in den Kreislauf bringen. So werden Transportwege gespart, und der Mehrweg-Gedanke funktioniert.
Da wir keine individuellen Flaschen verwenden, sind unsere Flaschen neutral und für jede Brauerei nutzbar. Das ist anders bei Mehrweg-Flaschen mit Branding oder Embossing oder bei Bierkästen mit Markenaufdruck. Hier wird zwar auch die Flasche an sich wiederverwendet, aber immer nur in derselben Brauerei. Das bedeutet, eine Flasche aus Bayern wird zunächst erst nach Berlin transportiert. Dort wird das Bier getrunken. Nach der Rückgabe im Getränkehandel wird die Flasche in ihrem Kasten wieder zurück nach Süddeutschland gefahren. Denn durch den für die Brauerei individuellen Kasten kann dieser nicht von einer Brauerei in Berlin verwendet werden. Der Weg findet also zweimal statt. Das ist nicht so gut unter ökologischen Aspekten. Hinzu kommt dann zusätzlich zum Transport auch noch die aufwendige Sortierung und Reinigung der Flaschen. Wir halten uns da bisher an unsere Lösung mit gemieteten Mehrweg-Kästen und neutralen Flaschen.
Für manche Kunden und für den Export nutzen wir 24er-Kartons. Die Flaschen sind darin sicher und gut aufgehoben und können ihren Empfänger unbeschädigt erreichen. Der Händler nimmt die Flaschen aus dem Karton und präsentiert sie in seinem Restaurant, seinem Handel oder in seiner Hotellerie. Alle Kartons haben einen Resy-Aufdruck. Das heißt, daß wir mit einem Dienstleister zusammenarbeiten, der für die Wiederverwendung der Pappe und deren Recycling sorgt. So werden Ressourcen geschont, und das Papier geht nach dem Recycling zurück in den Wertstoffkreislauf.

Ist Mehrweg mehr öko als Einweg?

Naja, das ist so eine Frage. Wie schon ausgeführt, Transport, Reinigung und Logistik von Mehrweg-Behältern verursachen sehr viel Abfall, Chemie und verbrauchen Energie. Ob unter dem Strich eine Einweg-Flasche mit regionalem Glasrecycling im Glas-Container besser ist als eine Mehrwegflasche, ob die leichte Recycling-Dose mit ihrem gut wiederzuverwendenden Aluminium besser ist als ihr Ruf, das bedarf ausführlicher Untersuchungen. Jede Studie kommt zu anderen Ergebnissen, jeweils abhängig davon wer fragt. Die Hotellerie und die Gastronomie bevorzugen auf jeden Fall Mehrweg. Wir konzentrieren uns darauf, hervorragende Biere zu brauen und diese so zu verpacken, daß sie in perfektem Zustand bei Euch ankommen. Das sind wir Euch schuldig. Dabei werden wir uns stets auch Gedanken machen, wie wir Verpackung, Transport und andere Fragen der Rohstoffe und der Logistik lösen, so daß Ihr und wir immer ein gutes Gewissen haben wenn wir anstoßen.
Ist Sustainability eine Mode – geht das wieder weg oder bleibt das jetzt?
Die steigende Bedeutung der Nachhaltigkeit ist kein Zufall. Wenn man wie wir in einer Gesellschaft lebt, in der alles Nötige bereits im Überfluß vorhanden ist, dann haben wir glücklicherweise Zeit und Muße, uns den Fragen der Fairness, der sozialen Verantwortung und den Fragen ethischen Handelns zu widmen. Wenn die grundlegenden Bedürfnisse befriedigt sind, dann haben Menschen die Chance, über weitreichendere Folgen ihres Tuns nachzudenken. Ich denke, in Zukunft werden mehr Menschen mehr Fragen zur Nachhaltigkeit beantworten. Unternehmen stehen ihren Kunden Rede und Antwort. Freunde stehen ihren Freunden Rede und Antwort. Am Schluß steht jeder vor sich selbst in der Pflicht, für sein Handeln verantwortlich zu sein.
Kein Trend. Nachhaltigkeit bleibt. Da legen wir uns fest.

Macht von Freude eigentlich vegane Biere?

Ja, von Freude macht das. Ob vegan „nachhaltiger“ ist als nicht-vegan, das sei dahingestellt. Aber Fakt ist, daß wir bei von Freude Etikettenleim einsetzen, der nicht Milch-Protein als Klebstoff enthält. Dieses aus der Kuhmilch gewonnene sog. Kasein ist in vielen Leimen enthalten, und wird verwendet, um nach der Abfüllung des Bieres die Etiketten zur Kennzeichnung der Lebensmittel aufzubringen. In unserem Fall verwenden wir jedoch einen Leim, der alternative Stoffe für Adhäsionswirkung nutzt. Ob das nun besser ist, einen nicht aus der Landwirtschaft stammenden Klebstoff zu nutzen – wir wissen es nicht. Für unsere Produkte gilt jedoch, daß im Bier und in der Verpackung keine Rohstoffe tierischen Ursprungs Verwendung finden.

Haben die Biere ein Zertifikat als ‚bio‘ oder ‚organic‘?

Nachhaltigkeit. Martin von Freude mit frischem Hopfen bei der Hopfenernte in der Hallertau. Craft Beer.

Martin mit frischem Hopfen bei der Hopfenernte in der Hallertau.

Wir verwenden tatsächlich immer wieder Bio-Hopfen für einige Sorten. Aber eine Zertifizierung für unser Unternehmen haben wir nicht. Wer in Europa Lebensmittel mit dem Bio-Siegel bewerben möchte, der muß vorher eine Zertifizierung durchlaufen. So soll sichergestellt werden, daß Abläufe, Lieferketten und alle in Unternehmen verwendeten Ressourcen dem Qualitätsmanagement als Bio-Zutaten unterworfen sind. Als wir bei der Gründung vor der Frage standen, ob von Freude eine Bio-Marke werden soll, da haben wir die Frage mit nein beantwortet. Nicht alle der von uns verwendeten Zutaten gibt es als organic Ware. Wir wollten aber genau das Rezept brauen, das wir in mühevoller Kleinarbeit erfunden hatten. So haben wir uns entschieden, hier und da auf Rohstoffe mit ‚organic‘-Label zuzugreifen, bei anderen aber nicht. Vielleicht widmen wir uns in der Zukunft dem Projekt, ein Bio-Bier mit Zertifizierung und organic-Label zu brauen. Wer weiß.

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